Kapitalanlage: Die 9 beliebtesten Geldanlagen im Faktencheck (2025)
Wahrscheinlich gibt es kein anderes Industrieland, in dem die Beliebtheit verschiedener Anlageformen so stark von der tatsächlich gewählten Kapitalanlage abweicht wie bei uns in Deutschland. In dieser Zusammenfassung analysieren wir für Sie die neun beliebtesten Kapitalanlagen – einschließen Chancen und Risiken. Wir nähern uns dem deutschen „Anlage-Paradoxon“, beleuchten die Gründe dafür und zeigen Ihnen Wege zu höheren Renditen auf. Außerdem gibt’s Empfehlungen für vermögende Anleger mit hohem Anspruch.
Diese Kapitalanlagen stehen bei deutschen Anlegern hoch im Kurs:
Platz 1: Aktien als Kapitalanlage der ersten Wahl
Seit die Telekom im Sommer 2000 ihre Aktien rausgebracht hat, schauen auch viele Deutsche interessierter auf Aktien. Zwar ging die Begeisterung nach dem Platzen der Dotcom-Blase erst einmal zurück, doch in den vergangenen Jahren kaufen wieder mehr Menschen Aktien. Besonders jüngere Anleger entdecken die Börse für sich.
Wer direkt Aktien börsennotierter Unternehmen kauft, will vor allem Rendite. Das gefällt besonders jüngeren Anlegern. Moderne Broker machen es heute viel einfacher, Aktien zu kaufen und zu verwalten. Außerdem berichten die Medien ausführlich über Börsenthemen, sodass sich Anleger besser informieren können.
Klar schwanken Aktienkurse stark, aber wer das richtig nutzt, kann seine Rendite steigern. Wichtig ist nur: Sie sollten mindestens zehn Jahre Zeit mitbringen. Dann können Sie die normalen Börsenschwankungen entspannt aussitzen und davon profitieren, dass die Weltwirtschaft langfristig wächst.
Vorteile von Aktien:
- Langfristig höchste Renditechancen aller Anlageklassen
- Einfacher Zugang über moderne Handelsplattformen
- Hohe Liquidität und jederzeitige Handelbarkeit
Nachteile von Aktien:
- Hohe Kursschwankungen, besonders kurzfristig
- Erfordert Mindestanlagehorizont von 10 Jahren
- Risiko von Totalverlusten bei Einzelaktien
„Kaufen Sie Aktien, nehmen Sie Schlaftabletten und schauen Sie die Papiere nicht mehr an. Nach vielen Jahren werden Sie sehen: Sie sind reich.“
Börsenguru André Kostolany
Platz 2: ETFs erobern die Herzen deutscher Sparer
Exchange Traded Funds, kurz ETFs, haben sich schnell zum Liebling deutscher Sparer entwickelt. Sie kosten wenig, streuen das Risiko breit und man versteht leicht, was drin steckt. Außerdem winken hohe Renditen bei überschaubaren Risiken.
Mit ETFs können Sie günstig in ganze Märkte investieren. Mit einem weltweiten ETF kaufen Sie beispielsweise Anteile an rund 1.600 Unternehmen aus aller Welt. Das streut das Risiko viel besser als Einzelaktien.
Deshalb passen ETFs so gut zum Vermögensaufbau mit monatlichen Sparplänen und zur Altersvorsorge mit flexiblen Auszahlungen. Gerade Börsen-Einsteiger finden hier einen einfachen und günstigen Weg zu professioneller Risikostreuung.
Vorteile von ETFs:
- Sehr niedrige Kosten (oft unter 0,5% pro Jahr)
- Breite Diversifikation mit einem einzigen Wertpapier
- Transparenz und einfache Verständlichkeit
Nachteil von ETFs:
- Keine Überrendite gegenüber dem Markt möglich
- Bei Nischenmärkten teilweise höhere Kosten
- Abhängigkeit von der Marktentwicklung
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Platz 3: Immobilien als Kapitalanlage gewinnen an Bedeutung
Immer mehr Deutsche entdecken Immobilien als Geldanlage. Viele wissen aber gar nicht, dass sie sich Immobilien leisten können. Oft denken Menschen, Immobilien seien nur was für Reiche. Dabei wurden viele erst durch ihr Immobilienportfolio vermögend.
Sie haben verschiedene Möglichkeiten: Immobilienfonds, börsengehandelte Immobiliengesellschaften (REITs) oder klassischer Immobilienbesitz bringen Ihnen stabile Einnahmen und schützen vor Inflation.
Vermietungsimmobilien gefallen vielen Anlegern, weil sie monatliche Mieteinnahmen bringen und im Wert steigen können.
Vermietungsimmobilien bringen viele Vorteile: Sie nehmen damit jeden Monat Miete ein, die Immobilie steigt im Wert, Sie sparen Steuern, schützen sich vor Inflation, streuen Ihr Risiko und können mit Fremdkapital Ihre Rendite hebeln.
Als Nachteile gelten der hohe Kapitalbedarf und die lange Bindung Ihres Geldes. Moderne Servicekonzepte nehmen Ihnen aber viel Arbeit ab und verringern das Leerstandsrisiko.
Immobilien bringen Ihnen also stabile Einnahmen und lassen Ihr Vermögen nachhaltig wachsen. Sie müssen nur Standort und Objekt sorgfältig auswählen.
Vorteile von Immobilien:
- Regelmäßige Mieteinnahmen und Inflationsschutz
- Umfangreiche steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten
- Nutzung von Fremdkapitalzur Renditesteigerung
Nachteile von Immobilien:
- Hoher Kapitalbedarf und lange Kapitalbindung
- Laufender Verwaltungsaufwand und Instandhaltungskosten
- Standortrisiko und mögliche Leerstände
Platz 4: Tages- und Festgeldkonten als sichere Basis der Kapitalanlage
Ihr Tagesgeld können Sie jederzeit abheben, die Zinsen ändern sich mit dem Markt. Anleger mögen am Tagesgeld besonders, dass sie flexibel bleiben, ihr Geld sicher ist und sie trotzdem Zinsen bekommen. Tagesgeld passt gut für Ihre Notreserve und unvorhergesehene Ausgaben.
Auch Festgeld gilt als risikoarm und sicher. Bei Festgeld legen Sie Ihr Geld für eine bestimmte Zeit fest und bekommen dafür meist höhere Zinsen als beim Tagesgeld. Festgeld nehmen Sie für Geld, das Sie eine Weile nicht brauchen.
Anleger schätzen auch hier, dass sie flexibel wählen können, Zinsen bekommen und ihr Geld sicher ist. Wenn die Zinsen wieder steigen, können Festgeldanlagen durchaus attraktiv werden – auch wenn sie langfristig meist nicht mit der Inflation mithalten.
Vorteile von Tages-und Festgeld:
- Höchste Sicherheit durch Einlagensicherung
- Tagesgeld bietet maximale Flexibilität
- Planbare Erträge ohne Kursrisiken
Nachteile von Tages-und Festgeld:
- Niedrige Renditen, oft unter der Inflationsrate
- Realwertverlust bei längeren Anlagezeiträumen
- Keine Teilhabe an wirtschaftlicher Entwicklung
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Platz 5: Anleihen für planbare Erträge in der Kapitalanlage
Anleihen mögen private Haushalte, weil sie relativ sicher sind, planbare Renditen und regelmäßig Zinsen bringen und das Portfolio breiter aufstellen.
Wenn Sie Anleihen kaufen, leihen Sie Staaten oder Unternehmen Geld und bekommen dafür Zinsen. Am Ende der Laufzeit zahlen sie Ihnen das geliehene Geld zurück. Sie sollten Anleihen wählen, die zu Ihrem Anlagehorizont und Ihrer Risikobereitschaft passen.
Kaufen Sie am besten verschiedene Anleihen unterschiedlicher Herausgeber, um Ihr Risiko zu streuen. Ein Finanzexperte kann Ihnen helfen, die richtigen Anleihen zu finden und die Risiken zu verstehen.
Anleihen haben wenig Risiko, bringen planbare Renditen, streuen Ihr Portfolio, geben Ihnen Planungssicherheit und Sie können sie jederzeit verkaufen. Nachteile sind mögliche Kursverluste bei steigenden Zinsen, niedrige Renditen in Niedrigzinsphasen und das Inflationsrisiko.
Unterm Strich ergänzen Anleihen ein breit aufgestelltes Portfolio gut. Das gilt besonders, wenn Sie eine risikoarme Anlage suchen, die stabile Renditen und regelmäßige Zinsen bringt.
Vorteile von Anleihen:
- Planbare Erträge durch feste Zinszahlungen
- Geringeres Risiko als bei Aktieninvestments
- Gute Diversifikation im Portfolio
Nachteile von Anleihen:
- Kursrisiko bei steigenden Zinsen
- Inflationsrisiko bei festen Zinssätzen
- Kreditrisiko je nach Bonität des Emittenten
Platz 6: Bausparverträge und Lebensversicherungen in der Kapitalanlage-Landschaft
Ein Bausparvertrag ist eigentlich keine klassische Geldanlage, sondern hilft Ihnen, Eigenkapital für eine Immobilienfinanzierung anzusparen. Sie bekommen niedrige Sparzinsen, dafür aber später garantiert niedrige Kreditzinsen. Das macht Ihre Finanzierung planbar. Dazu kommen oft staatliche Förderungen und Steuervorteile.
Als Kapitalanlage taugt der Bausparvertrag nur, wenn Sie ihn für eine Baufinanzierung einer vermieteten Immobilie nutzen.
Lebensversicherungen verbinden je nach Tarif Versicherungsschutz mit Kapitalaufbau, so können Sie langfristig Vermögen bilden. Je nach Vertrag fließt Ihr Sparbeitrag in den Deckungsstock oder in Fonds. Rentenversicherungen können Sie zusätzlich für Ihre Altersvorsorge nutzen.
Lebensversicherungen sind langfristige Geldanlagen mit garantiertem Mindestzins, dazu kommt oft eine Gewinnbeteiligung. Deshalb sollten Sie besonders darauf achten, wie solide Ihr Versicherer ist.
Steuerregeln, hohe Kosten und wenig Flexibilität machen „Versicherungssparen“ aber nicht für jeden Haushalt zur besten Wahl.
Vorteile von Bausparverträgen und Lebensversicherungen:
- Planbare Finanzierung durch Bausparverträge
- Kombination aus Versicherungsschutz und Kapitalaufbau
- Staatliche Förderungen und Steuervorteile möglich
Nachteile von Bausparverträgen und Lebensversicherungen:
- Hohe Kosten und intransparente Gebührenstrukturen
- Geringe Flexibilität bei vorzeitiger Kündigung
- Niedrige Renditen im Vergleich zu anderen Anlagen
Platz 7: Edelmetalle als traditionelle Kapitalanlage und Krisenschutz
Gold, Silber, Platin und Palladium gelten oft als „Krisenwährung“ und schützen als Sachwerte vor Inflation. Sie können die Metalle physisch kaufen oder über spezielle Börsenprodukte (ETCs) handeln.
Edelmetalle schwanken im Kurs, kosten Lagergebühren und bringen keine laufenden Erträge. Dafür schützen sie vor Inflation, sichern gegen Währungsturbulenzen ab, streuen Ihr Portfolio, haben einen echten Wert, lassen sich weltweit gut verkaufen und gelten in Krisen als sicher.
Bevor Sie Edelmetalle kaufen, sollte ein Finanzexperte mit Ihnen klären, was Sie brauchen und wie viel Risiko Sie vertragen. Physische Edelmetalle gehören ins Bankschließfach oder Edelmetalldepot. In einem breit aufgestellten Portfolio sollten höchstens zehn Prozent Ihres Vermögens in Edelmetallen stecken.
Vorteile von Edelmetallen:
- Inflationsschutz und Krisensicherheit
- Diversifikation und Währungsabsicherung
- Hohe Liquidität und weltweite Handelbarkeit
Nachteile von Edelmetallen:
- Keine laufenden Erträge oder Zinsen
- Lager- und Versicherungskosten bei physischen Metallen
- Hohe Preisschwankungen möglich
Platz 8: Misch- und Investmentfonds als professionell verwaltete Kapitalanlage
Misch- und Investmentfonds verkaufen Berater oft zusammen mit einer ausführlichen Vermögensberatung. Die Fondsmanager investieren aktiv in verschiedene Anlageklassen und streuen so Ihr Anlagerisiko.
Die Fonds kaufen Aktien, Anleihen und Rohstoffe, das streut Risiken und kann die Rendite steigern. Mischfonds streuen breit, bleiben flexibel, werden professionell verwaltet und können höhere Renditen bringen.
Investmentfonds investieren in viele verschiedene Vermögenswerte, werden professionell verwaltet, streuen das Risiko und können gute Renditen bringen. Die breite Streuung durch Misch- und Investmentfonds kann Risiken senken und hohe Gewinne ermöglichen.
Lassen Sie sich unbedingt von einem Experten beraten, denn die Wahl des richtigen Fonds entscheidet über Ihren Anlageerfolg.
Nachteile von Misch- und Investmentfonds:
- Hohe Verwaltungsgebühren (oft 1,5-2,5% p.a.)
- Ausgabeaufschläge bis zu 5%
- Keine Garantie für Outperformance gegenüber dem Markt
Vorteile von Misch- und Investmentfonds:
- Professionelles Fondsmanagement
- Breite Diversifikation über verschiedene Anlageklassen
- Flexibilität bei der Vermögensallokation
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Platz 9: Altersvorsorgeprodukte als staatlich geförderte Kapitalanlage
Seit die Renten ab Januar 2025 nachgelagert besteuert werden und das „Drei-Schichten-Modell“ gilt, werden die Schwächen der gesetzlichen Rente immer deutlicher.
Altersversorgungsprodukte wie die Riester-Rente oder Rürup-Rente scheinen laut Datenerhebung wichtig, sind aber unbeliebt. Staatliche Förderungen und steuerliche Begünstigungen in der Ansparphase machen die Altersvorsorgeprodukte im Rahmen der langfristigen Vorsorge für manche Sparer sinnvoll, aber oft sind sie zu komplex.
Welche Altersvorsorgeprodukte für Sie passen, hängt von vielen persönlichen Faktoren ab. Eine sorgfältige Planung und Beratung helfen Ihnen, die passende Strategie für eine sichere und profitable Altersvorsorge zu entwickeln.
Vorteile von Altersvorsorge-Produkten:
- Staatliche Förderungen und Steuervorteile
- Planungssicherheit für die Rente
- Schutz vor Pfändung und Anrechnung
Nachteile von Altersvorsorge-Produkten:
- Komplexe Regelungen und geringe Flexibilität
- Oft niedrige Renditen nach Kosten
- Nachgelagerte Besteuerung im Alter
Wie legen die Deutschen wirklich an: Die Realität der Kapitalanlage
Das Geldvermögen der deutschen Haushalte erreichte Ende 2024 einen neuen Höchststand von etwa 9,05 Billionen Euro. Diese Zahlen zeigen, wie konservativ viele deutsche Haushalte anlegen – sie bevorzugen sichere und jederzeit verfügbare Anlageformen.
Wie die Bundesbank zeigt, steckt das meiste Geld in Bargeld und Sichteinlagen. Dazu zählen Bargeld und Guthaben auf Giro- und Tagesgeldkonten. Diese Anlageform bleibt beliebt, weil sie jederzeit verfügbar und vermeintlich sicher ist – auch wenn sie durch die Inflation real an Wert verliert.
Den zweitgrößten Anteil nehmen Versicherungs- und Pensionsansprüche ein. Hierzu gehören Lebensversicherungen und betriebliche Altersvorsorge. Sie sind ein wichtiger Baustein der langfristigen Vermögensbildung, auch wenn die Renditen oft bescheiden ausfallen.
Investmentfondsanteile legen zu, was zeigt, dass diese Anlageform immer besser angenommen wird. Die Deutschen kaufen mehr Fonds, besonders börsengehandelte Indexfonds (ETFs) werden beliebter.
Deutsche kaufen im internationalen Vergleich nach wie vor wenig direkte Aktien, aber der Trend zeigt nach oben – besonders bei jüngeren Anlegern.
Schuldverschreibungen spielen eine kleinere Rolle, was am jahrelangen Niedrigzinsumfeld liegt.
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Das deutsche Kapitalanlage-Paradoxon:
Warum Wunsch und Wirklichkeit so weit auseinander liegen
Tatsächlich klaffen Wunsch und Wirklichkeit bei der deutschen Geldanlage weit auseinander. Konservative Anlageformen dominieren – also Bargeld, Sparguthaben und Versicherungen. Aktien und Fonds legen zwar zu, bleiben aber im internationalen Vergleich gering. Immobilien besitzen viele Deutsche, aber viel zu selten als vermietete Kapitalanlage.
Deutsche interessieren sich zwar mehr für Aktien, aber Risikofurcht und der tief verwurzelte Sicherheitsdrang drücken die tatsächliche Aktienquote in deutschen Haushalten deutlich unter 20%. Viele Deutsche wählen traditionell Sicherheit statt Rendite.
Die Gründe für das deutsche Kapitalanlage-Paradoxon
In Deutschland lernen Schüler nichts über Finanzen. Themen wie Geldanlage, Altersvorsorge und Ruhestandsplanung kommen im Unterricht nicht vor. Deshalb fühlen sich viele Menschen überfordert, verstehen nicht, wie Aktien und Börsen funktionieren und lassen es ganz bleiben.
Viele Menschen finden das deutsche Steuerrecht rund um Kapitalerträge zu kompliziert und meiden deshalb renditestarke Anlagen. Aktien lohnen sich typischerweise langfristig, viele Anleger denken aber eher kurzfristig oder scheuen sich, ihr Geld länger festzulegen.
Mit dem Alter sinkt oft die Bereitschaft, Risiken einzugehen. Deutschland hat eine relativ alte Bevölkerung, und ältere Menschen legen ihr Geld tendenziell konservativer an. Medien berichten oft überproportional über Crashs und Kursverluste. Dadurch entsteht ein verzerrtes Bild: Die Börse wirkt wie ein Ort für Zocker, nicht für langfristige Anleger.
Was sind die weiteren Gründe für das deutsche Anlage-Paradoxon?
Deutsche Anleger wollen ihr Geld jederzeit verfügbar haben und legen großen Wert auf Sicherheit bei geringer Risikobereitschaft. Bei der Altersvorsorge machen sie oft nur das Nötigste, Steuervorteile bleiben häufig ungenutzt.
Die langfristige Finanzplanung schieben sie oft auf, und dass Inflation eine Chance für Sachwertanlagen sein kann, wissen die wenigsten. Eine strategische Finanzplanung für normale Verdiener gibt es kaum. Außerdem verwechseln viele Immobilien als „Kapitalanlage“ mit der selbst bewohnten Immobilie.
- Wunsch nach hoher Liquidität
- Sicherheitsbedürfnis und geringe Risikobereitschaft
- Altersvorsorge – nur das Nötigste
- Steuerliche Vorteile bleiben oft ungenutzt
- Langfristige Finanzplanung wird auf „später“ verschoben
- Inflation als Chance ist weitgehend unbekannt
- Strategische Finanzplanung für Haushalte mit durchschnittlichem Verdienst ist kaum etabliert
- Immobilien als Kapitalanlage werden verwechselt mit eigengenutzten Immobilien
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Wie können Sie Ihr persönliches Kapitalanlage-Paradoxon auflösen?
Tatsächlich können Sie diese Misere durch finanzielle Bildung auflösen, aber die wenigsten Anleger und Sparer erarbeiten sich die passende Kapitalanlage selbst oder besuchen entsprechende Kurse.
Streuung senkt Risiko, so lautet eine alte Regel, die für viele Lebensbereiche gilt. Vermutlich macht es keinen Sinn, in jede Kapitalanlage zu investieren, die sinnvoll erscheint, zumal Sie in diesen Fällen durch inzwischen leicht zugängliche Informationen dem Markt hinterherrennen.
Eine weitere wichtige Quelle ist ein versierter Fachmann, der gut ausgebildet ist und über ein Netzwerk von spezialisierten Kollegen und handverlesenen Produktpartnern verfügt. Ein solcher Berater kann Ihnen helfen, die richtige Balance zwischen Sicherheit und Rendite zu finden und dabei Ihre individuellen Bedürfnisse und Ziele zu berücksichtigen.
Die Lösung liegt oft darin, Eigeninitiative mit professioneller Beratung zu verbinden. Wer die Grundlagen versteht und gleichzeitig einen kompetenten Partner an seiner Seite hat, kann das volle Potenzial verschiedener Kapitalanlage-Möglichkeiten ausschöpfen.
Als Vater von drei (inzwischen erwachsenen) Kindern erinnere ich mich daran, wie ich selbst bei Investitionsentscheidungen manchmal gezögert habe. Lieber auf den „richtigen“ Zeitpunkt warten… der ja bekanntermaßen nie kommt.
Mit der Zeit habe ich gelernt, dem Prozess zu vertrauen – das gibt mir Mut zu handeln, und diese Zuversicht lebt inzwischen auch in der nächsten Generation. Als geprüfter Betriebswirt (EWF), Fachwirt für Finanzberatung (IHK) sowie zugelassener Ruhestandsberater (FH) unterstütze und begleite ich meine Mandanten seit vielen Jahren dabei, individuell passende Investitionen zu verwirklichen.
Meine Erfahrung bestätigt mich darin, dass ein interdisziplinärer Ansatz wie in unserem umfangreichen Beratungsnetzwerk die Grundlage ist, um das Beste für die Mandanten umzusetzen. Nur wenn verschiedene Expertisen zusammenkommen – von der Steuerberatung über die Rechtsberatung bis hin zur Immobilienexpertise – lassen sich wirklich maßgeschneiderte Kapitalanlage-Strategien entwickeln, die langfristig erfolgreich sind.
Nochmal alles auf einen Blick
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